Das Update zur aktuellen Woche folgt weiter unten. Hier ein kleiner Einblick, wie es mir vor der Schwangerschaft ging:

Ich gehöre zu den Menschen, die größere Meilensteine in ihrem Leben bewusst planen. Das gibt mir ein Gefühl von Sicherheit.

Kinder wollte ich immer so ab 26 bekommen. Auf jeden Fall vor der 30, das stand für mich irgendwie fest und zumindest ein Kind, wenn schon nicht der komplette Kinderwunsch bereits zu dieser Zeit erfüllt sein müsste. Nach meinem Studium ( Bachelor & Master) dauerte es allerdings ein bisschen, bis es zu einem sicheren Arbeitsverhältnis kam. Auch das ein Punkt meiner Liste und quasi in Abhängigkeit mit dem Kinder kriegen, denn es war jener Meilenstein, den ich dachte, vorher erklommen haben zu müssen. Als ich mich also langsam aber sicher der 30 näherte, wurde der Wunsch nach einem Baby immer größer. Inzwischen war ich schon kanpp dran, aber es lief immerhin noch nach Plan, als ich dann das Gespräch der Gespräche mit meinem Freund führte. Das wir gemeinsam Kinder haben wollten stand fest, wir sprachen oft darüber, nur wurden wir zuvor nie verbindlich. Und dann war es endlich soweit, meine Pillenpackung neigte sich dem Ende zu und es stand fest: Wir würden ein Baby kriegen.  Ich dachte alles wäre genau richtig, wenn mein Hormonhaushalt mir nicht in die Quere gekommen wäre: unregelmäßger, sich stetig verlängernder Zyklus. Nach einem halben Jahr nach Absetzen der Pille war ich inzwischen bei einem Eisprung angelangt, der nur noch alle ca 2,5 Monate eintraf, völlig unberechenbar, ohne Anzeichen und meine Zyklustage hatten weiterhin eine steigenden Tendenz. BÄM! Kontrollverlust und keinen Schimmer, was mit meinem Körper los war und ob ich bald nur noch 2 mal im Jahr hätte schwanger werden können oder noch viel schlimmer, mein Körper die Eireifung einfach irgendwann einstellen würde. In dieser Zeit dachte ich nie ernsthaft, dass ich vielleicht keine Kinder bekommen würde, schließlich wusste ich das es sicher viele (medizinische) Möglichkeiten gegeben hätte meinem Körper auf die Sprünge zu helfen. Die Ungewissheit war das, was mich aber verzweifeln ließ. Nach einem halben Jahr war nicht viel Zeit vergangen, ich bewegte mich noch im völligen Durchschnitt, denn man sagt ja, dass die meisten Frauen mit Kinderwunsch innerhalb eines Jahres schwanger werden. Mein Freund blieb da auch ganz rational, für ihn war diese Statistik ausreichend. Für mich nicht. Ich kannte immerhin meine eigene Statistik. Die, die sich nicht mehr berechnen ließ, da mein Körper jeden Zyklus ein paar Tage drauf addierte und ich es inzwischen satt hatte immer testen zu müssen, ob ich bereits schwanger war oder wieder nur auf meine Tage wartete. Wenn man in dieser Phase ist, weiß man ja auch nicht wann sie endet und wie steinig der Weg noch werden würde. Und das Schlimmste: Ich hatte keine Kontrolle mehr. Ich würde nicht mehr bestimmen können, wann sich mein Leben ändern würde, ich hatte es einfach nicht mehr in der Hand und diese Ungewissheit machte mich verrückt.

Meine Frauenärztin habe ich in dieser Zeit sehr zu schätzen gewusst. Sie war eine gute Unterstützung, verschrieb mir erst einmal was pflanzliches, gab mir aber Perspektive, wie es weitergehen würde. Sie riet mir zur morgendlichen Temperaturmessung, was ich dann auch tat und siehe da, im nächsten Zyklus (wieder ca. 2 Monate lang) wurde ich schwanger.

„So dann berechnen wir mal ihren Entbindungstermin…..das ist dann deeer…. 28.03.“ Ich musste sofort hysterisch loslachen. „Was ist denn daran lustig?“, fragte mich die Ärztin leicht verwundert. „Ich habe am 29.03 Geburtstag!“ (Ja, mein 30. Geburtstag) „Na das haben sie ja toll hinbekommen“, sagte sie und schmunzelte selbst ein bisschen.

Ich weiß, dass nur eine geringe Prozentzahl der Kinder am berechneten Termin kommen. Aber trotzdem: Für mich ist das schon mehr als nur eine Ironie des Schicksals, dass mein Entbindungstermin genau auf den aller letzten Tag in meinen Zwanziger fällt. Ich glaube das alles hat mir nun deutlich gezeigt, dass ich entspannter mit meinen Plänen sein soll, Dingen ihre Zeit geben muss. Deshalb ist mir das aktuelle Gambling nun egal. Ob unser Bebchen nun vor meinem Geburtstag oder danach kommt ist sowas von Schnuppe! Spannend ja, aber sie wird so oder so mein aller größtes Geburtstagsgeschenk werden.

33. Schwangerschaftswoche:

Gewicht:

+ 10,9

Schwangerschaftsstreifen:

Nicht mehr schlimmer.

Bauchnabel:

Stülpt sich nun schon mal kurz nach außen, aber immer nur wenn sich das Baby dagegen drückt.

Symptome:

Mein Biorythmus ist nun völlig durcheinander. Pipi, müde, hunger, kalt,…hier hat nichts mehr seinen gewohnten Zeitplan und ich reagiere nun einfach nach jeweiligem Bedürfnis.

Wehenanzeichen:

Nee nix.

Heißhunger:

Ich hatte an einem Abend voll Lust auf süßes Popcorn. Das letzte Mikrowellenpopcorn das wir hatten war aber salzig und damit das absolute Gegenteil. Obst und süße Säfte gehen aber auch immer noch sehr gut!

Schlafverhalten:

Jede Nacht ist anders! Hatte nun 2 Nächte in denen ich mir das volle Werbeformat über den Nicer Dicer angucken musste.

Kindsbewegungen:

Aua! So ein Tritt in die Leber ist echt nicht ohne. Die Kleine entwickelt ne Kraft uiuiui! Aber es ist insgesamt wieder etwas zurück gegangen. Manchmal ist es lustig wenn sie ihren Fuß unter meinen Brustkorb klemmt. Jedenfalls glaub ich, dass sie das tut, wenn ich an dieser Stelle außen einen kleinen festen Höcker spüre, den sie irgendwann wegzieht, wenn ich zu lang drauf herumtatsche.

Neuzugänge fürs Bebchen:

Das Pflegeset von Philips Avent und ein Betthimmel für die Wiege. Meine Eltern haben nun auch die Wiege vorbeigebracht.

Unschönster Moment & Schönster Moment:

Fasse ich dieses Mal zusammen, denn es war das berühmte lachende und weinende Auge, an meinem vorerst letzten Arbeitstag. Ich hatte mich lange nach diesem Tag gesehnt. Es kann in den tollsten Jobs vorkommen, dass man irgendwann spürt, dass man eine Veränderung braucht. Mein Kinderwunsch brachte mir einfach einen neuen Fokus und je anstrengender es körperlich in der Schwangerschaft wurde desto mehr wünschte ich mir  endlich den Mutterschutz herbei. Und doch: Als dann der letzte Tag, viel schneller als gedacht, da war, tat es mir Leid, dass ich in letzter Zeit so viel weniger mit Herz bei der Sache war. Es war gar nicht so ein erleichterndes Gefühl als der Tag vorbei war, wie ich es erwartet hätte. Es war irgendwie traurig. Aber auf der anderen Seite auch genau der richtige Abschluss, um sich nach meiner Elternzeit auch wieder richtig auf die Arbeit freuen zu können!

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Schwangerschaftsupdate Woche 33

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2 Gedanken zu „Schwangerschaftsupdate Woche 33

  • 10. Februar 2017 um 5:50 pm
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    Sehr schön geschrieben ; ), aber das Beste ist immernoch die Sache mit dem Nicer Dicer, der hat mich auch so viele schlaflose Nächte unterhalten. Als Teenager war es immer diese Dauerwerbesendung zu dieser Farbwalze zum Wände streichen : )

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    • admin
      15. Februar 2017 um 6:50 pm
      Permalink

      Danke 🙂 Stimmt die Farbwalze in der man bereits die Farbe einfüllen konnte du hast recht!!

      Antworten

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